Die Nationalhymnen gehören zu einem Land wie die Eigenheiten der Menschen aus dem Staat. Sie wird bei Staatsempfängen, internationalen Sportereignissen oder wichtigen nationalen Anlässen gespielt. Dabei stehen die Menschen meist auf, die Männer nehmen ihre Kopfbedeckung ab und verschränken die Arme hinter dem Rücken oder man wendet sich der Flagge zu. Soldaten sind verpflichtet die Grusshaltung einzunehmen. In der Regel wird die Hymne auf patriotische Art mitgesungen.

Ursprung

Das Wort Hymne stammt ursprünglich aus dem Griechischen und bedeutet Lied. Seit der Antike steht dieser Ausdruck für feierliche Fest- oder Lobgesänge zu Ehren von Göttern. Im Mittelalter treten vermehrt weltliche Herrscher und Volkshelden in den Blickpunkt. Im 19. Jahrhundert hat die Nationalhymnen weltweit Einzug gehalten, oft entstanden sie aus religiösen Liedern oder Schlachtgesängen des Mittelalters.

Militärischer Hintergrund

Eine grosse Anzahl von  Hymnen hat einen militärischen Hintergrund. Eines der bekanntesten Beispiele ist die französische „La Marseillaise“. 1792 steht der Krieg gegen Österreich und Preußen unmittelbar bevor. Im April des Jahres spricht Frankreich die Kriegserklärung aus. Daraufhin schreibt der Musiker und Soldat Claude Joseph Rouget in der Stimmung des Jubels und des Patriotismus das Lied „Chant de guerre pour l’armée du Rhin“ im Auftrag des Bürgermeisters von Straßburg. Zum Namen kam die Hymne deshalb, weil die Soldaten das Lied beim Aufbruch aus Marseille sangen.

Weitere Inhalte von Hymnen

Zahlreiche Hymnen widmen sich auch dem Monarchen des Landes. Paradebeispiel dafür ist das britische "God save the King/Queen". Diese Hymne dürfte wohl eine der bekanntesten sein. Auch andere Königsländer wie Dänemark, Schweden und Norwegen gehören dazu, aber auch Länder wie Jordanien oder Thailand. Oftmals wird in den Texten der Hymnen die Schönheit der Landschaft besungen. Immer wieder sind auch Frieden und Freiheit die Hauptthemen.

Inofizielle Hymnen

Es gibt es zahlreiche inoffzielle Hymnen. Deren Symbolkraft ist nicht zu überschätzen, handeln sie zuweilen vom Freiheitskampf oder ähnlichem. Beispiel dafür ist wieder Großbritannien, das neben dem offiziellen „God save the Queen“ auch „Rule, Britannia!“ und „Land of Hope and Glory“ kennt. In Schottland gelten die Lieder „Flower of Scotland“ und „Scotland the Brave“ als inoffizielle Hymnen, die etwa bei Sportereignissen gespielt werden. Australien nutzte lange das Volkslied „Waltzing Matilda“ als inoffizielle Hymne, solange die britische verwandt wurde. Auch nachdem Australien eine eigene Hymne vorweisen konnte hat „Waltzing Matilda“ große Bedeutung in Down Under. Als eine der längsten Hymnen gilt die griechische. Sie war ursprünglich ein Gedicht mit 158 Strophen. Das Gedicht entstand 1823 und wenige Jahre später wurde die Musik dazu komponiert. Der griechische deutschstämmige König Georg I. war davon so angetan, dass er die ersten 24 zur Nationalhymne erklärte. Heute jedoch werden die ersten beiden Strophen gespielt. Zumeist entscheidet das staatliche Oberhaupt darüber, welches Stück oder welches Lied Nationalhymne wird. So entstanden einige Stücke auf staatliche Anordnung.

Quelle:Autor Christiane A. Schmidt/ Wikipedia / eigene Anpassungen

   
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